„Wann wurde aus deiner feinen Wahrnehmung eine innere Autorität, der du heute vertraust?“
Ich habe früh viel wahrgenommen. Stimmungen, Zwischentöne, Veränderungen in einem Raum und diese leisen Momente, in denen Worte und inneres Erleben auseinandergehen. Lange habe ich vieles davon zurückgestellt, weil Funktionieren verlässlicher wirkte als das eigene Empfinden.
Mit den Jahren wurde mir klar, wie wertvoll diese Wahrnehmung wird, wenn sie mit Verantwortung verbunden ist. Heute höre ich genauer hin, prüfe meinen Eindruck an der konkreten Situation und frage, welche Entscheidung wirklich zu mir gehört.
Eigene Autorität bedeutet für mich, der inneren Stimme Raum zu geben und zugleich wach für Realität, andere Perspektiven und die Folgen einer Entscheidung zu bleiben.